3,463 Milliarden Reisen unternommen, 8,5 Milliarden Yuan an Kinoeinnahmen – Duftmarken reiten auf der Welle des „szenenbasierten Konsums“
Am 10. August 2026 haben zwei Datensätze, die diese Woche vom chinesischen Ministerium für Kultur und Tourismus und von Filmticketplattformen veröffentlicht wurden, die Marketingteams von Duftmarken dazu veranlasst, ihre Strategien zu überdenken: Inländische Einwohner unternahmen in der ersten Hälfte des Jahres 2026 3,463 Milliarden Reisen (ein Anstieg von 5,4 % im Jahresvergleich) und gaben insgesamt 3,21 Billionen Yuan aus; bis zum 9. August überstiegen die Einnahmen der Sommerkino-Saison (einschließlich Vorverkäufen) 8,5 Milliarden Yuan, wobei die täglichen Einnahmen 30 Tage lang über 100 Millionen Yuan lagen und über 233 Millionen Kinobesucher verzeichnet wurden.
Während „ein mobiles China“ auf eine „glühende Kinoleinwand“ trifft, wird Duft – eine Kategorie, die einst unter Körperpflege und Schönheit eingeordnet wurde – neu definiert als Anbieter von emotionaler Atmosphäre für Räume. Von Reisegrößenflaschen in Koffern und festen Parfüms neben Hochgeschwindigkeitszugsitzen bis hin zu Auto-Lufterfrischern auf Mietplattformen und Duftkarten von Marken in Kinolobbys sind Düfte nun in jede Reise und jeden Stopp eingebettet.
Mit stetigem Wachstum des Reisevolumens entwickeln sich Düfte von „persönlichen Parfüms“ zu „räumlichem Storytelling“
Von den 3,463 Milliarden Reisen in der ersten Jahreshälfte entfielen auf Stadtbewohner 2,594 Milliarden (ein Anstieg von 5,8 %), während Landbewohner 869 Millionen ausmachten (ein Anstieg von 4,3 %). Allein im zweiten Quartal gab es einen Anstieg von 4,8 %, was darauf hindeutet, dass Reisen nicht mehr nur urlaubsbedingt sind, sondern zu einer häufigen Aktivität geworden sind, die durch „Wochenendausflüge“ und „Kurztrips“ definiert wird.
Diese hochfrequente Mobilität verändert die Logik hinter Duft-SKUs:
Das „White Paper über Chinas Parfüm- und Duftindustrie 2026“ stellt fest, dass sich die Duftkategorie in drei Schlüsselbereichen erweitert – Körperpflege, Haushalt und Automobil – wobei Luxus- und Ultra-Luxus-Düfte über 40 % des Marktes ausmachen und mit zweistelligen Wachstumsraten wachsen. Der Kernantrieb ist nicht nur das Bevölkerungswachstum, sondern vielmehr die „Szenenerweiterung“.
Sommer-Kinoeinnahmen erreichen 8,5 Milliarden Yuan – Kinobesucher strömen zu Dufttheken in Einkaufszentren
Hinter den 8,5 Milliarden Yuan an Sommer-Kinoeinnahmen verbirgt sich ein Multiplikatoreffekt, bei dem jeder Yuan an Ticketverkäufen einen Wert von 15,77 Yuan in der gesamten Industriekette generiert. Kinos verwandeln sich in hybride Räume, die „Filmkonsum + Gastronomie + Kulturprodukte + soziale Interaktion“ kombinieren.
Im Wuhan Wushang Mengshidai Moore Cinema sind Kinokarten mit dem Restaurantangebot im Einkaufszentrum verknüpft, wodurch die Verweildauer der Kunden von 2,5 Stunden auf 4–6 Stunden verlängert wird. In Hangzhou und Peking haben mehrere Kinos Themenrestaurants, traditionelle chinesische Fotobereiche und Kulturmärkte eingeführt – je länger die Zuschauer in öffentlichen Bereichen verweilen, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie Dufttheken bemerken. Marken wie Jo Malone und Diptyque setzen in neu eröffneten Kino-Einkaufszentrum-Komplexen „Probierstationen + Filmkooperations-Duftkarten“ ein und koppeln Düfte mit den kulturellen oder sportlichen Themen von Blockbustern wie „Acht Unsterbliche“ und „Kung Fu Football“.
Subtiler ist, dass Kinobesuche inhärenter emotionaler Konsum sind und Duft im Kern als „emotionaler Anker“ fungiert. Durch die Nutzung von Film-IPs zur Veröffentlichung von limitierten Duftkarten oder das Anbieten von kostenlosen Proben mit Tickets verwandeln Marken im Wesentlichen das nachklingende Gefühl nach einem Film in eine greifbare, tragbare olfaktorische Erinnerung.
Wendepunkt der Branche: Der Wettbewerb bei Düften konzentriert sich nun auf „Szenen“ und nicht nur auf „Flaschen“